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Relaunch: Umwelt im Unterricht fit für Tablets und Smartphones

Ein Relaunch ist eigentlich immer nervenaufreibend. Und ein großer Berg Arbeit noch dazu, wenn es um eine umfangreiche Website wie Umwelt im Unterricht geht, die seit 2011 regelmäßig mit Texten und Bilderserien zu aktuellen Themen gefüllt wird. Trotzdem war in diesem Fall das ganze Projekt ziemlich entspannt – vor allen, weil sich alle Beteiligten einig waren, immer schön der Reihe nach vorzugehen: Zuerst machen wir uns alle gründlich Gedanken, dann bauen wir Schritt für Schritt einen Prototypen zum Testsystem aus, und am Ende machen wir alles so richtig rund. Im September 2014 hat das Team von unserem Partner CPS IT schließlich die neue Website freigeschaltet. Einige Notizen zum Ablauf.

Erst im Nachhinein komme ich dazu, das Ergebnis zu würdigen: Das Portal ist nun deutlich übersichtlicher und leichter zu bedienen, obwohl die Inhalte und Funktionen immer noch komplex sind. Vor allem ist es mit Tablets und Smartphone besser nutzbar. Das responsive Design passt sich an verschiedene Bildschirmgrößen an.

Konzeption auf der Grundlage von Nutzungsszenarien

Responsive Design: Umwelt im Unterricht passt sich nun verschiedenen Bildschirmgrößen an und kann besser mit Tablets und Smartphones genutzt werden.
Responsive Design: Umwelt im Unterricht passt sich nun verschiedenen Bildschirmgrößen an und kann besser mit Tablets und Smartphones genutzt werden.

Die Neugestaltung wurde von der Agentur CPS IT durchgeführt, die auch den Internetauftritt des Bundesumweltministeriums betreut. Wir haben CPS IT bei der Konzeption beraten und die Qualitätssicherung bei der Migration der Inhalte übernommen. Das heißt: Wir haben uns zunächst mit CPS IT ausführlich über die Nutzungsszenarien ausgetauscht, die dem redaktionellen Konzept zugrunde liegen. Zum einen soll es Umwelt im Unterricht Lehrkräften erleichtern, aktuelle Umweltthemen kurzfristig im Unterricht zu behandeln. Zum anderen sollen die Inhalte auch unabhängig von den aktuellen Anlässen nutzbar sein und in ein wachsendes Archiv einfließen.

CPS IT hat daraufhin nicht nur ein neues Design entwickelt, sondern auch ein Konzept für die technische Umsetzung auf einer neuen technischen Basis. Denn das bisherige CMS Drupal sollte durch Typo3 abgelöst werden. Typo3 soll in Zukunft für möglichst alle Websites des Bundesumweltministeriums genutzt werden. Der Umstieg war eine Herausforderung, weil wir bei der Konzeption der ursprünglichen Website sehr stark auf das das Taxonomie-System von Drupal gesetzt haben. Wir mussten erst herausarbeiten, welche der vielfältigen Verknüpfungen unter den Inhalten wirklich essentiell sind. Erst anschließend haben die Entwickler ein neues Schlagwörter-System für die Umsetzung in Typo3 definiert.

Erstmal einen Prototypen einrichten…

Anfangs war ich skeptisch, ob sich das komplexe Konzept der alten Website ohne Abstriche in einem aufgeräumteren Design umsetzen lässt. Noch dazu in einem ganz anderen CMS. Daher war es beruhigend, dass die Entwickler frühzeitig einen Prototyp eingerichtet haben. Nachdem das Design umgesetzt und die wichtigsten Funktionen des  eingerichtet waren, haben wir von Seiten der Redaktion zunächst getestet, ob das CMS unseren Anforderungen entspricht. Anpassungen wurden direkt im Testsystem umgesetzt, sodass wir sie direkt ausprobieren konnten.

So konnten die bisherigen Inhalte schließlich aus dem alten System in ein bereits gründlich getestetes CMS migriert werden. Dort haben wir schließlich alle Beiträge einzeln angesehen und, wo nötig, die Gestaltung korrigiert und an das neue Design angepasst. Im gleichen Arbeitsgang haben wir geprüft, ob inhaltliche Aktualisierungen nötig sind. Auf diese Weise hatten wir im August zwischenzeitlich eine Liste mit vielen Hunderten Detailkorrekturen abzuarbeiten.

Kurz vor dem geplanten Starttermin wurde es dann eng – wie sollte es anders sein… Denn bis zur Freischaltung sollten Fehler und wichtige inhaltliche Korrekturen natürlich erledigt sein. Gleichzeitig mussten im Detail doch noch konzeptionelle Details geklärt werden, zum Beispiel, wie der Versand des Newsletters im Detail ablaufen soll. Am Ende hat sich die lange, systematische Vorarbeit gelohnt. Denn es war trotz eines leichten Lampenfiebers zum Starttermin klar, dass wir ein praxistaugliches und gründlich getestetes System freischalten.

Mehr lesen: Pressemitteilung des Bundesumweltministeriums zum Relaunch