Navigieren / suchen

Wie geht politische Bildung 2.0?

Die Bundeszentrale für politische Bildung macht sich Gedanken, was das Social Web für ihre Arbeit bedeutet – und welche Chancen sich für die politische Beteiligung ergeben. bpb-Präsident Thomas Krüger hat dazu einen Vortrag gehalten, der einen guten Überblick bietet. Interssant sind vor allem seine Anmerkungen zu qualitativen Unterschieden der Beteiligung im Netz: Noch immer sei ein Verständnis à la „E-Government“ verbreitet („die Beteiligung wird von staatlichen Institutionen initiiert und der Bürger dazu gebeten“) – „Partizipation 1.0“, wie Krüger sagt. Nun gäbe es neben immer schlagkräftiger werdenden Kampagnen-Netzwerken im Social Web („Partizipation 2.0“) auch Experimente mit neuen Formen der demokratischen Entscheidungsfindung (Liquid Democracy etc.) – möglicherweise eine Entwicklung hin zu „Partizipation 3.0“.

Krügers Fazit für Bildungsinstitutionen: „Die politische Bildung muss die neuen Möglichkeiten auf ihre eigenen Formate übertragen (…). Wir brauchen Mut zu einem Experiment mit offenem Ausgang. Eine zentrale Aufgabe der politischen Bildung ist es, neue Formen der demokratischen Teilhabe und Auseinandersetzung anzuregen, zu moderieren und auch selber zu erproben.“

Und: Angesichts der Kommunikationskultur und Dynamik im Netz müsse man dabei „mehr Kontrollverlust wagen“.

Debatten-Motor

Die Deutsche Islam Konferenz geht in die zweite Runde: Im Mai trafen sich die Mitglieder erstmals in neuer Zusammensetzung. Zentrale Themen der Konferenz sind der islamische Religionsunterricht und die Imam-Fortbildung, die Förderung von Geschlechtergerechtigkeit sowie die Prävention von Extremismus und gesellschaftlicher Polarisierung.

PR-Text für das Magazin “innenpolitik” des Bundesinnenministeriums (1.7.2010).

Die Ameise, die Biene und das Leben

Die Rolle der Imame in muslimischen Gemeinden ist immer wieder zentrales Thema in der Integrationsdebatte. In der Ausgabe 18 des Newsletters Jugendkultur, Islam und Demokratie haben wir nachgefragt: Was genau tun Imame in den Gemeinden – und welchen Einfluss üben sie wirklich aus? Außerdem fragten wir Mouhanad Khorchide, Professor für Islamische Religionspädagogik in Münster, was aus seiner Sicht ein aufgeklärtes und humanistisches Islamverständnis bedeutet. Unter Khorchides Leitung sollen künftig moderne Islampädagogen ausgebildet werden. Die weiteren Themen in der Ausgabe 18 sind unter anderem: Junge Muslime und die BRAVO – Interview mit Marthe Anna Kniep vom Dr. Sommer-Team. Diskussion: Schüler aus Neukölln über das Berliner Gebetsraum-Urteil.

Der Newsletter wird von der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb herausgegeben und erscheint alle zwei Monate als PDF sowie auf der Website der bpb.

Politik mit dem „Web2.0“ – (wie) geht das?

Im Web 2.0 zeigen sich „sowohl neue Formen der politischen Partizipation und des gesellschaftlichen Engagements als auch eine Veränderung traditioneller Prozesse und Strukturen“, heißt es in der Ankündigung für die Fachtagung Web 2.0 in der politischen Bildung, die im Februar von den Kolleginnen & Kollegen aus dem Fachbereich Föderung der bpb mitveranstaltet wurde. Was heißt das konkret, „Politik im Web 2.0“? Und was ist daran neu? Für bpb.de haben wir bei der Tagung Netz-Fachleute wie Markus Beckedahl und Christiane Schulzki-Haddouti befragt. Mehr lesen

Iran: Ein Jahr nach der umstrittenen Wahl

Am 12.6.2009 fanden in Iran Präsidentschaftswahlen statt. Als das Ergebnis bekannt wurde, begannen monatelange Proteste: Hunderttausende gingen auf die Straße, demonstrierten gegen die Wiederwahl von Mahmou Amadenidschad und forderten Reformen. Die Regierung schlug den Protest nieder.

Ein Jahr danach wollten wir bei der bpb wissen, wie die Situation heute ist. Was ist aus der Oppositionsbewegung geworden? Warum fand die von den westlichen Medien heraufbeschworene Twitter-Revolution nicht statt? Was ist aus den Blogs der Opposition geworden? Wie hat sich das Machtgefüge im Land verändert? In neuen Beiträgen für das Iran-Dossier der bpb schreiben die iranische Blog-Expertin Nasrin Alavi und die Journalisten Rudolf Chimelli und Alessandro Topa über die Lage heute.

Schon 2009 hatten wir eine Porträt-Serie begonnen, die nun ebenfalls fertig wurde. Sechs Iranerinnen und Iraner, die in Deutschland leben, berichten über ihre persönliche Geschichte. Auf unterschiedlichsten Wegen sind sie nach Deutschland gekommen. Alle verbindet ein besonderes Verhältnis zu ihrem Heimatland.

Wer ist wer im Internet?

„Sehr geehrte Kunden, wir haben unser Onlinebanking überarbeitet. Bitte melden Sie sich an und überprüfen Sie Ihre Daten.“ Fast jeder E-Mail-Benutzer kennt solche Mitteilungen. Absender ist angeblich eine Bank – doch dahinter stecken meist Kriminelle, die an Passwörter oder sensible Daten gelangen wollen. Zwar ist das Internet zum unverzichtbaren Kommunikationsmedium geworden, doch wichtige Fragen sind im virtuellen Raum noch ungelöst. Zum Beispiel: Wie kann ich sicher sein, mit wem ich es im Netz zu tun habe?

PR-Text für das Magazin “innenpolitik” des Bundesinnenministeriums (25.4.2010). Mehr lesen

„Kennen wir uns?“ – Mitarbeiterzeitung der bpb

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) produziert mit fast 200 Beschäftigten in sieben Fachbereichen und fünf Verwaltungsreferaten an den Standorten Bonn und Berlin Bildungsmedien und Veranstaltungen.

Ende 2007 gab die Stabsstelle Kommunikation erstmals ein gedrucktes Mitarbeitermagazin heraus – Teil eines umfassenden Konzepts zur Stärkung der internen Kommunikation und des abteilungsübergreifenden Wissensmanagements. Das Magazin begleitete zudem den Entwicklungsprozess eines neuen Intranets. Mehr lesen

Zeitreise in Zahlen: Deutschland 2060

Die Deutschen werden immer weniger – und immer älter. Ob Rentenversicherung, Arbeitsmarkt oder Infrastruktur: Der demografische Wandel stellt für fast alle Politikbereiche eine große Herausforderung dar. Aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, worauf sich Politik und Gesellschaft in den nächsten Jahrzehnten einstellen müssen.

Erschienen im Magazin „innenpolitik“ des Bundesinnenministeriums (27.1.2010). Mehr lesen