Die Bundeszentrale für politische Bildung macht sich Gedanken, was das Social Web für ihre Arbeit bedeutet – und welche Chancen sich für die politische Beteiligung ergeben. bpb-Präsident Thomas Krüger hat dazu einen Vortrag gehalten, der einen guten Überblick bietet. Interssant sind vor allem seine Anmerkungen zu qualitativen Unterschieden der Beteiligung im Netz: Noch immer sei ein Verständnis à la “E-Government” verbreitet (“die Beteiligung wird von staatlichen Institutionen initiiert und der Bürger dazu gebeten”) – “Partizipation 1.0″, wie Krüger sagt. Nun gäbe es neben immer schlagkräftiger werdenden Kampagnen-Netzwerken im Social Web (“Partizipation 2.0″) auch Experimente mit neuen Formen der demokratischen Entscheidungsfindung (Liquid Democracy etc.) – möglicherweise eine Entwicklung hin zu “Partizipation 3.0″.

Krügers Fazit für Bildungsinstitutionen: “Die politische Bildung muss die neuen Möglichkeiten auf ihre eigenen Formate übertragen (…). Wir brauchen Mut zu einem Experiment mit offenem Ausgang. Eine zentrale Aufgabe der politischen Bildung ist es, neue Formen der demokratischen Teilhabe und Auseinandersetzung anzuregen, zu moderieren und auch selber zu erproben.”

Und: Angesichts der Kommunikationskultur und Dynamik im Netz müsse man dabei “mehr Kontrollverlust wagen”.

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